Split ist von Kaštel Stari aus ein Ausflug ohne viel Planung. Trotzdem erleben viele Gäste die Stadt anstrengender, als sie sein müsste: mittags angekommen, im Gedränge der Kreuzfahrtgruppen, ohne Schatten. Mit der richtigen Reihenfolge wird es ein schöner Tag. So machen wir es selbst, wenn Besuch kommt.
Hinkommen: Zug statt Auto
Vom Bahnhof Kaštel Stari fährt der Zug in etwa 10 bis 15 Minuten nach Split. Der Bahnhof dort liegt am Hafen, bis zum Palast sind es wenige Minuten zu Fuß. Alternativ fährt der Stadtbus 37 zwischen Trogir und Split durch Kaštela, oder man nimmt ein Uber. Mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, lohnt sich selten. Warum, steht in Mietwagen und Parken rund um Split.
Morgens: der Palast, solange es ruhig ist
Der Diokletianpalast wurde um das Jahr 300 als Alterssitz des römischen Kaisers gebaut und ist heute keine Ruine, sondern ein Stadtviertel. Menschen wohnen darin, es gibt Cafés, Läden und Wäscheleinen zwischen römischen Mauern. Seit 1979 ist er UNESCO-Welterbe.
Wer vor neun Uhr am Peristyl steht, dem zentralen Platz, hat ihn fast für sich. Danach lohnt sich:
- Kathedrale des heiligen Domnius mit dem Glockenturm. Die Treppe ist steil und eng, die Aussicht über die Dächer bis zu den Inseln ist es wert.
- Jupitertempel gleich nebenan, klein und schnell besichtigt.
- Die Kellergewölbe unter dem Palast, für Serienfans der Thronsaal aus Game of Thrones. Mehr dazu in Game-of-Thrones-Drehorte rund um Kaštela.
Vormittag: die Märkte
Der Obst- und Gemüsemarkt, der Pazar, liegt direkt an der Ostseite des Palastes. Am Vormittag ist dort am meisten los, mittags wird abgebaut. Der Fischmarkt, die Peškarija, liegt ein paar Straßen weiter westlich und ist ebenfalls ein Morgenmarkt. Wer abends in der Villa grillen will, kauft hier ein.
Mittags: raus aus der Hitze
Zwischen zwölf und vier ist die Altstadt am vollsten und am heißesten. Zwei gute Auswege:
- Marjan: Vom Viertel Varoš führen Treppen hinauf zum Aussichtspunkt Vidilica, zu Fuß rund 15 bis 20 Minuten. Oben gibt es Schatten unter Pinien und ein Café mit Blick über die Stadt.
- Strand: Bačvice ist der Stadtstrand mit flachem Wasser, gut zu Fuß vom Hafen erreichbar. Hier spielen Einheimische Picigin, ein Ballspiel im knietiefen Wasser. Ruhiger sind die Buchten am Marjan wie Kašjuni.
Abends: die Riva
Wenn die Sonne tiefer steht, füllt sich die Uferpromenade Riva. Jetzt ist die Altstadt am schönsten, die Steine geben die Wärme ab, und in den Gassen wird gegessen. Unsere Restauranttipps stehen in Restaurants in Split, Trogir und Kaštela.
Zurück geht es mit dem Zug, mit Uber oder im Sommer auch mit dem Boot über die Bucht. Fahrpläne ändern sich jährlich, wir sagen vor Ort, was gerade fährt.
Drei Dinge, die man wissen sollte
- In der Altstadt nicht in Badekleidung oder mit nacktem Oberkörper herumlaufen. Split ahndet das mit Bußgeldern.
- Der polierte Kalkstein ist glatt, gerade bei Nässe. Schuhe mit Profil sind besser als Flip-Flops.
- Wasser mitnehmen. Das Leitungswasser ist trinkbar, eine Flasche zum Nachfüllen spart Geld und Plastik.
Wer Split oft besuchen möchte, aber lieber ruhig wohnt, ist bei uns richtig. Mehr auf unserer Seite Villa nahe der Altstadt von Split.



